Reiterschulung Anja Dinter
Trainer B - Klassisch Vielseitig Individuell

Hier können Sie meine Hausarbeit und die Lehrprobe einsehen.

Bitte beachten Sie, das auf Grund des doch ganz anderen Seitenaufbaues hier die Struktur und Übersichtlichkeit etwas "gelitten" hat. Im Originalformat und zum In-Ruhe-durchlesen finden Sie die Unterlagen als Download auf der Rechten Seite. Aus obigen Gründen kann die Lehrprobe nur als PDF zur Verfügung gestellt werden.  

 

Hausarbeit Trainer B

Basissport


Vorbereitung der Reitschüler auf den Basis-und Reitpass während eines Ferienreitkurses


      

Inhaltsverzeichnis 

1   Einleitung 3

2   Voraussetzungen 4

1   Pferd 4

2   Reiter 4

3   Zusammenstellung 4

4   Trainingsgelände 4

5   Planung des Unterrichts 4

   Anreisenachmittag: 5

   Tag 2 5

   Reitlehre 5

   Theorieunterricht 6

   Tag 3 6

   Reitlehre 6

   Theorieunterricht 7

   Tag 4 7

   Reitlehre 7

   Theorieunterricht 7

   Tag 5 7

   Reitlehre 7

   Theorieunterricht 7

   Tag 6 7

   Reitlehre 7

   Theorieunterricht 8

   Tag 7 8

   Reitlehre 8

   Theorieunterricht 8

   Prüfungstag 8

3   Zusammenfassung 8

1. Einleitung

Laut der Ipsos – Umfrage 2001 /2002 gibt es ca. 1,7 mio. Reiter, Fahrer und Voltigierer in Deutschland. Doch nur 2% der der organisierten Reiter sind Turnierreiter. Der Rest – 98% sind Freizeitreiter. Bedenkt man weiterhin, das 1,1 Mio Menschen gerne reiten würden, bekommt die Ausbildung von Freizeitreitern eine sehr hohe Stellung. Das Reiten im Gelände ist aber nicht nur für Erwachsene als Entspannung das Ziel ihrer Ausbildung. Auch viele junge Reiter gehen sehr gerne ins Gelände. Besonders Lehrpferdereiter bedauern, daß in vielen Reitschulen kaum ins Gelände geritten wird. Hier wird ein ausgezeichnetes Lehr- und Werbemittel vertan, denn nicht nur  die Schulperde profitieren von der Abwechslung, auch der Reitschüler hat dabei neben Spaß und Abwechslung ideale Bedingung zum Festigen des ausbalanciertem, losgelassenen Sitz.

Der Reitpass bietet eine gute Gelegenheit, die Reiter zu intensivem Training und Beschäftigung mit dem Partner Pferd anzuregen. Anders als bei dem kleinen Reitabzeichen kann das Springen ausgelassen werden und die Prüfung im Gelände wirkt „freundlicher“ und weniger streng auf die Reiter und Eltern, die ja meistens schon einen Eindruck von der Turnierreiterei haben. Somit erscheint der Reitpass -obwohl sicherlich ungeplant – als Vermittler auf dem Weg zum Leistungssport. Gleichzeitig gilt es zu bedenken, dass der Reitpass auch  einen Teil der großen Gruppe unorganisierter Reiter als „sinnvolles Trainingsziel“ erreichen kann. Noch einmal scheint der Reitpass als Vermittler zu dienen: zwischen den Vereinsreitern und der großen Zahl der Freizeitreiter, die gar nichts mit einer Reitschule „zu tun haben“ wollen.

Sicherlich hat auch der eine oder andere Vielseitigkeitsreiter seine Neigung zu dieser Disziplin durch den Reitpass entdeckt.

Die Zulassungsbestimmungen betreffend des Basispasses bringen die Teilnehmer dazu, sich verstärkt mit Ihrem Partner Pferd und der für sie erst mal trocken erscheinenden Theorie auseinander zu setzen.

Auszug aus der Ausbildungsbeschreibung:

Der Deutsche Reitpass bescheinigt Reitern, dass sie ein geeignetes Pferd sicher im Gelände unter dem Sattel vorstellen können und die hierfür nötigen theoretischen Kenntnisse haben.

Der Deutsche Reitpass hat folgende Ziele:

das reiterliche Können zu heben

den bewussten und schonenden Umgang mit Natur und Umwelt zu fördern

das Verständnis für die Belange anderer Erholungssuchender sowieder Landwirtschaft, Forstwirtschaft und des Jagdwesens zu vertiefen

der Deutsche Reitpass bringt die Mitverantwortung des Reiters in Feld und Wald zum Ausdruck

für Sicherheit und Ordnung beim Ausreiten zu sorgen

  



Der nachfolgende Trainingsplan basiert auf einer Jugendfreizeit von 8 Tagen. Anreise erfolgt am Sa. Nachmittag.  Die Prüfung findet am Abreisetag statt. Dies soll den Familienmitgliedern das Zuschauen ermöglichen. Mit der Anmeldebestätigung wird den Teilnehmer die Lektüre des Buches „Basispass“ von der FN vor dem Lehrgangsbeginn empfohlen.


2.Voraussetzungen

1.Pferd

Die Lehrpferde sollten zusätzlich zu den Eigenschaften eines Schulpferdes selbstverständlich Verkehrs- und geländesicher sein. Mindestens kleine Sprünge aus dem Trab und Galopp sollte das Pferd springen. Es ist selbstverständlich, das die Lehrpferde Gruppen- und Einzelgalopp kennen und den Prüfungsaufgaben gewachsen sind. Andererseits ist darauf zu achten, das die Pferde die gestellten Aufgaben nicht alleine bewältigen. Dadurch würde sich der Lerneffekt stark senken die Gefahr der Selbstüberschätzung der Reitschüler steigt sprunghaft an. Dies ist beim Reiten im Gelände besonders gefährlich, insbesondere, da der Reitpass von einigen Ferienreitbetrieben als Nachweis des reiterlichen Können dient.

Bringen die Teilnehmer ein eigenes Pferd mit, so gelten für diese Pferd natürlich die gleichen Voraussetzungen. Die teilnehmenden Pferde dürfen je Prüfung nur 2 Reiter haben und müssen mindestens 4 Jahre alt sein.

Dem Pferd angepasste Trense und  ein gut sitzendes Halfter oder Wanderreithalfter oder eine Wanderreit-trense, passender Beinschutz und ein ebensolcher Vielseitigkeitssattel. Es ist natürlich auch möglich, einen Wanderreitsattel zu verwenden. Distanzsättel und Westernsättel sollten nur bei Privatpferden zugelassen werden, da diese Sättel die Hilfengebung der klassischen Reitweise  stark erschweren.

2.Reiter

Für den Reitpass wird der Basispass vorausgesetzt. Dieser unterliegt keinerlei Beschränkungen und kann während des Kurses erworben werden. Für den Reitpass sind ein ausbalancierter Sitz in allen drei Grundgangarten und zumindest geringe Geländeerfahrung -zum Beispiel durch Teilnahme an geführten Ausritten- Voraussetzung.

Passende und bequeme Reitkleidung incl. fester Reitschuhe, passender Sicherheitsreithelm (nicht älter als 2 Jahre), evtl. Sicherheitsweste und /oder Leuchtwesten. Mindestens 1 Reiter sollte eine kleine Notfalltasche mit Verbandsmaterial und ein Handy  mitführen.

3.Zusammenstellung

Die Zusammenstellung von Pferd-Reiter-Paaren muss darauf geachtet werden, das der Reiter sowohl körperlich (Beinlänge, Rumpfbreites des Pferdes)  als auch psychisch zum Pferd passt. Es muss gewährleistet sein, das der Reiter die Möglichkeit der Einwirkung auf sein Pferd hat und sich diese Einwirkung auch zutraut.

4.Trainingsgelände

Umzäumter Reitplatz, Cavaletti, 2 Hindernisse, evtl. Geländehindernisse und ein entsprechendes Ausreitgelände.  Zum einüben von Situationen, die im Gelände nicht immer zu trainieren sind, sollten Planen, Gatter, Tonnen e.t.c. vorhanden sein. Für die Straßenübungen sind verkehrsarme Straßen vorzuziehen.

5.Planung des Unterrichts

In den Ferienreitkursen kommen neben den „eigenen“ Reitschülern natürlich auch Reiter, über deren reiterliches Können oder die Persönlichkeit keine Kenntnisse vorliegen. Genügend Zeit zum Kennenlernen ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreichen Reitkurs.  Die Planung muss individuell den Belangen der Reitschüler gemäß verändert werden können.

Anreisenachmittag:

Nachdem die Teilnehmer ihre Zimmer bezogen haben, erfolgt eine Begrüßung aller Teilnehmer. Hier sollen sich die Reiter kurz gegenseitig vorstellen. Bei der nachfolgenden Besichtigung der Anlage gewinnt der Reitausbilder bereits einen ersten Überblick über die Persönlichkeit des Teilnehmers, die Sicherheit im Umgang mit den Tieren und sein Sozialverhalten.  Fragen zu den Pferden wie .B. „Ist das ein Brauner oder ein Fuchs“, „was fressen die Pferden noch außer dem Heu hier“? ermöglichen einen ersten Einblick in die theoretischen Kenntnisse rund ums Pferd. Die Schüler werden auf das Plakat „1x1 der Pferdefreunde“ hingewiesen, welches nun jeden Tag Punkt für Punkt besprochen wird.

Tag 2

Der erste Reittag soll dem Ausbilder eine Übersicht über das reiterliche Können seiner Schüler verschaffen. Hierzu muss er einerseits den Schülern die Möglichkeit geben, die gestellten Aufgaben - z. B. Holen des Pferdes- selbst zu lösen. Nur so kann er den Schüler richtig einschätzen und unterrichten. Andererseits darf er den Schüler nicht alleine resp. unbeobachtet lassen und muss Fehlverhalten sofort ändern. Es ist darauf zu achten, durch Korrekturen den Schüler nicht zu verunsichern. Ein fremder Hof, andere Pferde, andere Menschen und Ausbilder führen häufig zu Fehlern, die lediglich die Unsicherheit des Schülers, nicht aber sein Unvermögen ausdrücken.

Bereits bei dem Holen der Pferde zum Putzen beginnt der Unterricht:

korrektes Herausholen aus der Box resp. der Koppel,

richtiges Führen und Anbinden,

ordentliches Putzen

Umgang mit dem Pferd

richtiges Satteln und Trensen

korrektes Anlegen der Gamaschen

Erklärung der Sicherheitsmaßnahmen (Notfalltasche, Mitführen von Halfter und Strick zum Anbinden der Pferde für den Fall eines Unfalls), Kontrolle des richtigen Sitzes der Reitkappe und evtl. der Sicherheitsweste.

Der Reitausbilder muss durch Beobachten der Reitschüler seine am Tag zuvor gewonnen Kenntnisse bestätigen oder verändern. Aufgrund evtl. neuer Einsichten ist vielleicht ein Tausch der Pferde vor dem Reitunterricht angebracht.

Reitlehre

Am ersten Tag wird auf dem Reitplatz unterrichtet. Zuerst haben die Schüler die Möglichkeit, sich selbstständig im Schritt an das Pferd zu gewöhnen. Der Ausbilder beobachtet die Schüler besonders im Hinblick auf das richtige Aufstellen, das Nachgurten und die Zügelhaltung dabei, richtige Steigbügellänge (erst mal Dressurlänge), Hilfengebung zum Anreiten, Kontrolle des Reiters über sein Umfeld (Sicherheitsabstand und Aufmerksamkeit auf sein Pferd und andere Paare). Die Korrekturen sollten für alle Reiter sicht- und hörbar erfolgen, da richtiges Verhalten auch unbewusst durch Nachahmung des Nachbarn oder Zufall (die Steigbügel passten noch vom Vorgänger) entstehen kann.Anschließend wird eine lose – d.h. weit auseinander gezogene -Abteilung gebildet. Es folgen Sitzübungen im Schritt und Leichttrab.

Schritt: Armkreisen, Drehungen des Oberkörpers nach rechts und links sowie Vorbeugen, stehen in den Steigbügeln, e.t.c.

Leichtraben: Einhändige Zügelführung außen wobei der innere Arm hinter dem Oberschenkel herab hängt, Drehungen des Oberkörpers nach rechts und links sowie Vorbeugen. Kurzes Einsitzen e.t.c.

Sind Privatpferde mit im Kurs, müssen die Übungen mit besonderer Vorsicht durchgeführt werden, da diese Tiere solche Übungen wahrscheinlich nicht gewohnt sind.

Durch diese Übungen soll nicht nur die körperliche Losgelassenheit und der ausbalancierte Sitz gefördert werden, sondern das Vertrauen der Schüler in die Pferde gestärkt werden. Insbesondere auswärtige Schüler brauchen eine gewisse Zeit, um sich mit ihrem Partner vertraut zu machen.

Nun folgt das Reiten in der Abteilung im Trab. Durch das Erteilen einer „normalen“ Reitstunde soll den Reitschülern Sicherheit gegeben werden. Der Ausbilder beginnt nach einer Eingewöhnungszeit mit „Trennungsübungen“:

Abteilung rechte Hand Zirkel, ein Reiter wechselt aus dem Zirkel und kommt nach einer Zirkelrunde zurück. Das Aufstellen von Pylonen erleichtert diese Übung, Schwierigkeiten beim Abwenden können zuerst gemindert werden, wenn der nächste Reiter wechselt, solange der Vorherige noch auf dem zweiten Zirkel reitet. Nach und nach sollte diese Übung jedoch korrekt im Trab ausgeführt werden können.

Je nachdem, wie schnell die Reiter diese Übung beherrschen, kommen weitere Übungen mit Einschluss des Einzelgalopps hinzu:

Kehrtvolte einzelner Reiter mit Galopp entgegen der Abteilung.

Zum Abschluss werden die Bügel drei Loch verkürzt. Nun sollen sich die Reiter im Schritt an diese Bügellänge und den leichten Sitz gewöhnen. Eine weiter fortgeschrittene Gruppe wird noch Zeit und Kondition für Trabübungen haben. Eine Gruppe weniger geübter Reiter wird diese Übungen am nächsten Tag ausführen.

Das korrekte Abwarten des Pferdes und die ordentliche Versorgung des Sattelzeuges muss selbstverständlich kontrolliert, resp. korrigiert werden. Besonderer Wert ist auf das Verstehen der Gründe dieses Verhaltens zu legen.

Theorieunterricht  

Der Unterricht greift den heutigen Vormittag auf und beschäftigt sich mit der Herkunft und Geschichte des Pferdes sowie dessen Pflege, Haltung und Fütterung. Das Sattelzeug und die Namen der Einzelteile werden besprochen. Wiederholung des leichten Sitzes.

Tag 3

Reitlehre

Je nach vorherigem Tag wird direkt ins  Gelände gegangen oder erst noch auf dem Reitplatz der leichte Sitz im Trab geübt. Im Gelände stehen nun Übergange Schritt -Trab-Schritt und Halt und die entsprechenden Ansagen an. Jeder Reiter geht einmal an den Anfang und gibt die Anweisungen zum Schritt und Trab. Der Ausbilder sollte vorerst neben dem jeweils ersten Reiter gehen, um Problemen vorzubeugen, resp. eingreifen zu können. Am Ende der Abteilung sollte ein weit fortgeschrittener Reiter reiten, der mit den Pferden und dem Gelände vertraut ist, über 16 Jahre und als Helfer am Kurs teilnimmt.  Klappen die Übergänge problemlos, wird nun auf sicheren Strecken die Trabzeit erhöht, um den leichten Sitz besser üben zu können. Hierbei geht nun der Helfer nach vorne und der Ausbilder nach hinten, um den Sitz der Schüler korrigieren zu können. Ob der Galopp erst als Einzel- oder Gruppengalopp durchgeführt wird, muss der Ausbilder vor Ort entscheiden. Obwohl viele Reiter erst einmal den Gruppengalopp als schwerer einschätzen, kann mit entsprechenden Schulpferden diese Art des Galoppierens durchaus einfacher sein.

Korrektes Überqueren der Straßen und Abbiegen. Da wir uns im Hegau befinden, wird das Bergauf- und Bergabreiten automatisch geübt.

Theorieunterricht

Wiederholung. Krankheiten, Giftpflanzen. Verhalten im Gelände, Straßenverkehrsordnung. Erklärung des Reitens mit Handpferd.

Tag 4

Reitlehre

Reiten auf dem Reitplatz im leichten Sitz im Trab und Galopp. Reiten über Trabstangen, Gleichgewichts- und Sicherheitsübungen mit Durchreiten einer auf dem Hufschlag aufgebauten Trabreihe.  Zügeln in einer Hand, danach -wenn möglich -ohne Zügel. Hinzuziehen von Trabsprüngen und Galoppstangen in der Reihe. Die Reihenfolge sollte den unterschiedlichen Reitern angepasst werden. Kein Reitschüler darf überfordert werden. Der Reitpass kann auch ohne Springen absolviert werden, es wäre jedoch wünschenswert, das jeder Reiter am Ende des Kurse ein kleines Kreuz und einen kleinen Baumstamm überwinden kann.

Das abschließende Reiten im Schritt wird zum Üben des Reitens mit Handpferd genutzt.(Handpferd = anderes Reiter / Pferdepaar.)

Theorieunterricht

Wiederholung insbes. Giftpflanzen und Krankheiten. Die Tierärzte der Tierrettung geben den restlichen Unterricht. Sie besprechen auch noch mal das richtige Verhalten bei einem Unfall, bandagieren und Wundversorgung, e.t.c.

Tag 5

Reitlehre

Geländetraining mit Handpferd, Wendungen, Straßenüberquerungen und Abbiegen, Trab- Galopp-Übergänge und die entsprechenden Ansagen. Die Ausbildung erfolgt wie bei den Trab-Schritt-Übergängen.  Wenn möglich, sollten vermehrt Bodenschwierigkeiten - Klettern und Überwinden von Bächen, Ästen oder Baumstämmen- mit einbezogen werden. Ausweichmöglichkeit geben! Ideal sind quer liegende Baumspitzen, die sich zu einer Seite hin verjüngen! Jeder Reiter sollte nun die Gruppe zumindest im Trab anführen können und den Einzelgalopp und damit auch das Wegreiten von der Gruppe zumindest im Ansatz beherrschen. Evtl. Springen der prüfungsrelevanten Geländehindernisse.

Theorieunterricht

Wiederholung, Aufbau der FN. Je nach nötiger Dauer der Wiederholungen  Sofortmaßnahmen am Unfallort nur ansprechen oder komplett durchgehen. Es ist darauf zu achten, das jüngere Teilnehmer nicht überfordert werden, aber trotzdem  ein Wissen bekommen, das im Notfall, ihrem Alter entsprechend, ausreichend ist.

Tag 6

Reitlehre

Springtraining auf dem Reitplatz. Die Aufwärmphase erfolgt im Gelände mit Straßenüberquerungen  und Wegreiten von der Gruppe. Auf dem Platz kurz Wiederholung des letzten Springtrainings, wobei auf korrektes Weiterreiten und auch mal direktes Durchparieren zu achten ist. Fässer, Planen und Pylonen geben den Weg vor.  Überwinden eines einzelnen Trabsprunges (Kreuz), und eines Galoppsprunges, mit anschließendem Weiterreiten eines vorgegebenen Weges und Tempos.

Je nach gewünschter Prüfungsart statt der Einzelhindernisse noch einmal die Geländehindernisse springen lassen. Die abschließende Schrittphase erfolgt im Gelände mit Handpferd.

Theorieunterricht

Wiederholung der gesamten Theorieeinheiten. Tierschutzgesetz. Schwachpunkte noch einmal durchsprechen.

Tag 7

Reitlehre

Geländetraining. Abreiten der Prüfungsstrecke incl. aller geforderten Aufgaben. Wird der Bereich Springen während der Prüfung im Gelände absolviert, sollten diese Sprünge natürlich noch einmal gesprungen werden. Ansonsten die Sprünge je einmal auf dem Platz springen. Die Pferde sollten nicht den Spaß am Springen durch zu häufiges Wiederholen verlieren.

Theorieunterricht

Putzen des gesamten Sattelzeuges, dabei Wiederholung der aller Theorieeinheiten. Besprechung des Prüfungsablaufes. Der korrekte Zusammenbau des Sattelzeuges muss auf jeden Fall noch überprüft werden.

Prüfungstag

Die Planung des Tages darf zeitlich nicht zu knapp sein, um den Prüfungsdruck nicht noch zu verstärken. Insbesondere das Putzen der Pferde vor Prüfungsbeginn und das Frühstück dürfen nicht zu kurz kommen. Sollte die Anwesenheit von Familienmitgliedern die Prüflinge nervös machen, ist ein Zuschauerfrühstück eine gute Ablenkung. Die Richter haben evtl. auch Hunger! Besprechung des Prüfungsablaufes, sowie Vorstellung des für den mitreitenden Richter vorgesehenen Pferdes. Zeigen der Hindernisse, grobe Wegbeschreibung. Evtl. Änderungen können nun durchgeführt werden.

Beginn der Prüfung mit Abnahme des Basispasses während der Vorbereitung der Pferde auf den Ritt. Der Geländeritt wird je nach Wunsch des Richters auch von dem Ausbilder begleitet. Werden die Sprünge auf dem Platz absolviert, sollten dort einige Helfer stehen. Das Versorgen der Pferde gehört je nach Wunsch des Richters mit zur Prüfung.

3.Zusammenfassung

Alle unsere Teilnehmer sind reiterlich nun in der Lage, ihr Pferd sicher im Gelände zu reiten, jede Position in einer Gruppe einzunehmen, von ihr weg zureiten, Bodenschwierigkeiten und kleinere Sprünge zu überwinden. Sie wissen sich im Notfall korrekt zu verhalten und haben gelernt, ihrer Verantwortung für das Pferd, Ihre Mitreiter und der Natur gerecht zu werden. Das Wissen über das Pferd ist deutlich gestiegen. Der Ausbilder hat neben dem rein reiterlichen Wissen das Selbstbewusstsein der Teilnehmer gestärkt und sie  auch im Wissen und Umgang mit  ihren Mängel stark gemacht, indem er Wege zur Verbesserung der Schwächen aufgezeigt hat.

Die Abschlussrede sollte die positiven Aspekte der Teilnehmer hervorheben, und den Reitern auch weitere Abzeichen als Ziel anbieten. Insbesondere ältere Teilnehmer sollten auf die Ausbildung als Berittführer aufmerksam gemacht werden, um in ihrem Verein die sichere Geländereiterei zu etablieren und durch geführte Ausritte weiteren Reitschülern die Schönheit des Reitens in der freien Natur nahezubringen.

   

Abbildungsverzeichnis

   


 



Bild Deckblatt:  Prüfung des Reitpasses mit Springen Herbst 2008

Jugend- und Kulturfarm Unterbühl e.V.

Reitverein Loewenherz

Reiterin: Sonja Mayer, 17 Jahre

Pferd: David 15 Jahre

Ausbilder: Anja Schöne

   

Literaturverzeichnis

   


 



Ausreiten-Naturerlebnis mit dem Pferd (Der Deutsche Reitpass)

Broschüre der Deutschen Reiterlichen Vereinigung